In dem Falklandkrieg 1982 stellte das britische Militär fest, dass ihre Soldaten eine Tötungshemmung hatten. Sie reparierten das, in dem Sie sie mit Baller- und Strategiesspielen trainierten. Heute sind diese Spiele aus dem Alltag unserer Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Nur noch Schießen am laufenden Band. Wie kann es anders sein, als dass junge Leute das Spiel mit der Realität verwechseln. Messerstechen und Verprügeln, Klauen und Drohen. Ein Bahnkontrolleur wird zusammengeschlagen. In „Dorf Mecklenburg“ am Bahnhof wird ein junger Soldat krankenhausreif geschlagen, weil er sein Handy nicht geben wollte. Die Gewalt rückt näher. Gab es das zu meiner jugendlichen Zeit? Klar haben wir uns gekloppt. Wenn jedoch jemand am Boden lag war der Zoff vorbei. Heute fängt er dann gerade erst an. Gewalt hat viele Gründe. Einer könnte die Zukunftslosigkeit der jungen Leute sein. Aber sind es nur die jungen? Während der Pandemie ist die Gewalt in den Haushalten vor allem gegen die Frauen dramatisch gestiegen.
Offensichtlich gehört zu diesem gesellschaftlichen System die unkontrollierte Gewalt dazu. Ich beobachte, dass sich alle gesellschaftlichen Dinge rasant verändern. Ich denke nur an die Geschwindigkeit von KI, an die vielen schnellen PC-Spiele. Ich denke an das zunehmende isolierende Homeoffice, das die Solidarität mit den Kolleginnen schwierig macht.
Ich erinnere mich an meine jungen Jahre, also nach dem Krieg, in der Zeit, als wir Kinder von den parkenden Eisenbahnwaggons die Kohlen klauten. Zu der Zeit hatten alle die Schnauze von Gewalt gestrichen voll und haben laut und deutlich gesagt: Diese Vergangenheit soll nicht wieder in der Zukunft erlebt werden. Heute ist sie wieder da, die Gewalt im Kleinen, häuslich, verborgen und im Großen, im hiesigen und weltweiten Rüstungswahn. Können wir Männer nicht anders oder wollen wir nicht anders. Was haben wir alle gelernt in den letzten 80 Jahren? Wir Männer sind offensichtlich in der ersten Klasse sitzen geblieben.
Aber was hat das mit Kommune und unserem Tagungshaus zu tun? Nun, hier sind andere Gewohnheiten an der Tagesordnung. Unsere Gäste freuen sich, dass sie sich nicht an alte Traditionen halten müssen. Bei uns kann alles ausprobiert werden. Nur die Gewalt nicht.
Wie ich schon immer sagte: Bei uns sind noch Buchungen möglich. Also wieder für das Tagungshausteam, in Erwartung von etwas mehr Arbeit durch mehr Buchungen Uwe Kurzbein.

